Das Ötztal


1. Das Ötztal - Landschaftsgeschichte im Hochgebirge

Die folgenden Ausführungen beruhen schwerpunktmäßig auf der „Modellstudie Ötztal", die im Rahmen des Forschungsschwerpunktes „Österreich - Raum und Gesellschaft" beispielhaft den Hochgebirgsraum repräsentierte, wofür sich das Ötztal sehr gut eignet. Der Naturraum trägt alle Kennzeichen eines Hochgebirges wie Höhenstufung, Kleinräumigkeit und hohes Naturgefahrenpotential. Für wissenschaftliche Arbeiten bietet sich das Ötztal an, besteht doch in Obergurgl seit 1953 eine Forschungsstelle, die auch Standort für das 1973-1979 durchgeführte MaB-Projekt Obergurgl war (Patzelt 1987). Die biologiedominierte ökologische Forschung hat im Hochgebirge bisher überwiegend Prozessforschung an kleinräumigen Objekten und Messfeldern in kurzen Beobachtungs- u. Messzeiträumen betrieben, damit wichtige Kenntnisse gesammelt und auch verbessert. In der Modellstudie wurde jedoch versucht, die Natur- und Kulturraumentwicklung bis zu den Anfängen in prähistorischer Zeit zurückverfolgen. Die Erforschung des neolithischen Eismannes vom Tisenjoch am Ötztaler Hauptkamm seit September 1991 z.B. hat entscheidende und weiterführende Impulse gegeben. Es war ein Anliegen der Studie, mit naturwissenschaftlichen Methoden (14C - Datierungen, Pollenanalysen, Dendrochronologie u.a.) eine modellhafte Landschaftsgeschichte des Ötztales aufzuzeigen und den Naturhaushalt unter den besonderen Bedingungen des Hochgebirges verständlich zu machen.


2. Flächenanalysen im Einzugsgebiet der Ötztaler Ache

Das hydrographische Einzugsgebiet der Ötztaler Ache umfasst 893 km² bei einer Höhenerstreckung zwischen etwa 700 und 3700m. In den 5 Talgemeinden leben insgesamt 12.000 Einwohner auf einem Siedlungsraum, der auf Grund der Topographie und des hohen Naturgefahrenpotentials auf ca. 5% der Fläche des Einzugsgebietes beschränkt ist. Bis vor 50 Jahren war die Lebensgrundlage der Bevölkerung die kleinteilige Berglandwirtschaft, die unter extremen Gebirgsbedingungen meist nur kargen Ertrag erwirtschaften konnte. Durch die Entwicklung zum potenten Tourismusraum hat sich ein grundsätzlicher Wandel in allen Lebensbereichen vollzogen.

Die folgenden Angaben beruhen auf einer umfassenden GIS-basierten Flächenanalyse des Einzugsgebietes mit Erfassung des Gletscherrückganges und damit des eisfrei gewordenen Moränengeländes, der Hangneigungen zur Beurteilung des Naturgefahrenpotentials, dem Vergleich von aktueller und potentieller Waldflächenverteilung zur Erfassung der anthropogenen Waldreduktion und deren Auswirkungen, höhenstufenweiser Erfassung der traditionellen landwirtschaftlichen Nutzflächen, einschließlich Bergmähder u. Hochweiden, Erfassung des touristischen Flächenverbrauches sowie der Modellierung von Veränderungen aller Art für Vergangenheits- und Zukunftsszenarien.

Rund 50% der Gesamtfläche des Einzugsgebietes liegt über 2500 m. Der Höhenbereich zwischen 2500 und 2900 m umfasst rund 30% der Fläche. Für die Wasserführung der Ache ist dies insoferne wichtig, als die Schneeschmelze und die Niederschläge in dieser Höhenstufe über die Entwicklung einer Hochwassersituation im Tal entscheiden. Die vergletscherte Fläche misst nach den Angaben des Österreichischen Gletscherkatasters (Aufnahmejahr 1969) rund 130 km² ( 14,6%). 40% dieser Fläche liegen im Höhenbereich zwischen 3000 und 3200 m und somit im gegenwärtigen Schwankungsbereich der Gleichgewichtslinie. Bei extremer Ausaperung, wie das in den letzten Jahren mehrfach der Fall war, vergrößert sich das Ablationsgebiet um diesen hohen Flächenanteil und kann dann über 100 km² oder 80% der vergletscherten Fläche umfassen. Stark erhöhter Schmelzwasserabfluss und Gletscherschwund sind die Folge. Zur Zeit des letzten Gletscherhochstandes um 1850 waren mindestens 210 km2 vergletschert.

Die seit damals eisfrei gewordenen Flächen von 80 km2 werden überwiegend von mächtigen Moränen und Schuttmassen bedeckt. Auf dem neu eisfrei gewordenen Gelände ist der Wasser- und Geschiebehaushalt grundlegend geändert: von den blanken Felsflächen fließt der Regenniederschlag vollständig ab, die steilen Schutthänge unterliegen starker Erosion. Das Lockerschuttmaterial kann, besonders bei Hochwassersituationen, von den Gletscherbächen leicht mobilisiert und als Geschiebefracht aufgenommen werden. Nimmt man in den Gletschervorfeldern auf einer schuttbedeckten Fläche von insgesamt 60 km2 eine mittlere Mächtigkeit von nur 3 m mobilisierbarem Schutt an, ergibt sich eine Kubatur von 180 Mill. m3 Sediment, welches zusätzlich noch zur Verfügung steht. Das Hochwasser von 1987 hat gezeigt, in welchem Ausmaß Geschiebeaufnahme und Transport in den Gletschervorfeldern erfolgen können.

Die Vegetationsbedeckung ist für den Geschiebe- und Wasserhaushalt, aber auch für viele ökologische und wirtschaftliche Fragestellungen von Bedeutung. Die waldfreie Vegetationsfläche oberhalb der potentiellen Waldgrenze beträgt 195 km2 oder 22% des Einzugsgebietes. In der Höhenstufe von 2300 bis 2500 m nimmt die überwiegend mit alpinem Rasen bewachsene Fläche 93 km2 und damit ca. 80% dieser Höhenstufe ein. Das sind die naturgegebenen Weidegebiete, die seit dem frühen Neolithikum bevorzugt aufgesucht und genutzt werden. Erfreulicherweise nimmt im Ötztal seit 1952 die Waldfläche insgesamt um ca. 600 ha, dies sind 5%, zu, vor allem durch Aufforstung nicht mehr landwirtschaftlich genutzter Flächen. Unter den gegenwärtigen Klimaverhältnissen wird die Waldgrenze im Ötztal auf ca. 2300 m Höhe festgelegt. Im Ventertal kommt die Zirbe bis 2400 m Höhe vor. Die bisherigen Mooruntersuchungen im inneren Ötztal ließen den Schluss zu, dass die Klimaschwankungen der Nacheiszeit die Waldgrenze nur in den obersten 200 Höhenmetern stark beeinflusst haben, ihr naturbedingter Schwankungsbereich aber 250 Höhenmeter kaum und 300 Höhenmeter nicht überschritten haben dürfte. In diesem Höhenbereich liegen ca. 100 km2 oder 11 % der Fläche.


3. Zur Naturraumentwicklung

Untersuchungen zur Gletscher- ,Vegetations- und Klimageschichte zeigten, dass die Gletscher vor 9500 14C- Jahren ihre heutige Ausdehnung und die Waldgrenze die gegenwärtige potentielle Höhenlage erreicht hatte, spätestens um diese Zeit also Klimaverhältnisse eingetreten waren, wie sie jetzt herrschen. Die Temperaturschwankungen überschritten im Sommerhalbjahr längerfristig eine Amplitude von 1,5 K nicht. Dies ist im Schwankungsbereich der Gletscher und der Waldgrenze klar festzustellen. In den tieferen Tallagen zeichnen sich die postglazialen Klimaschwankungen im Vegetationsbild nur schwach oder gar nicht ab. Der Klimaeinfluss auf die Waldgrenzentwicklung lässt sich nur an Standorten gut erfassen, an denen Beweidung, Bewirtschaftung und Waldbrand ausgeschlossen werden können und aktuelle und potentielle Waldgrenze weitgehend zusammen fällen.

Im äußeren und mittleren Ötztal ist die Tallandschaft von großen Bergstürzen geprägt. Ihre Blockschuttmassen haben die Talsohle verlegt und bilden Talstufen. Im Stauraum haben die Fließgewässer, vor allem die Ötztaler Ache, flache Schwemmebenen aufgeschüttet. Bergsturzgelände wirkt verkehrsbehindernd, nutzungs- und siedlungsfeindlich. Die Schwemmebenen stellen aber gut genutztes Kulturland dar, seit es von Überflutungen durch entsprechende Verbauungsmaßnahmen gesichert ist. Der Bergsturz v. Köfels z. B. ist mit einer Kubatur von 2 bis 3 km³ der größte kristalline Bergsturz in den Alpen. Er hat das Tal grundlegend verändert. Das Ereignis ist auf ca. 8700 14C-Jahre vor heute datiert und fällt damit in das ältere Postglazial und Mesolithikum. Durch den Bergsturz wurde die Ache zu einem See aufgestaut, der schließlich verlandete, als sich die Ache in den Bergsturzriegel eintiefte. Die auf diese Weise entstandene flache Sohle des Talbeckens von Längenfeld hat ein Ausmaß von ca. 7,4 km2 und ist die größte Ebenheit im Ötztal. Hier wird intensiv Landwirtschaft betrieben, und die Fläche weist eine relativ hohe Siedlungsdichte auf. Es gibt noch Baulandreserven, die auch in Anspruch genommen werden. Von allen Talgemeinden hatte Längenfeld von 1951 bis 1991 die stärkste Zunahme von Wohngebäuden (von 368 auf 974, das sind + 165%) und Einwohnern (von 1963 auf 3493, das sind + 78%) zu verzeichnen.


4. Zur Kulturraumentwicklung

Die ersten Anzeichen für Getreidebau zeigen die Pollenspektren des mittleren Ötztales für das 12. Jh. n. Chr. an. Erste Nennungen von Höfen im Bereich von Längenfeld gehen auf das Jahr 1163 zurück, ca. 100 Jahre später bestehen nach dem landesfürstlichen Urbar von 1288 die meisten Urhöfe, aus denen dann durch Hofteilungen die Weiler und Dörfer des Talbeckens entstanden.

Im Gegensatz zum Talbereich um Längenfeld reicht in den Hochlagen die anthropogene Nutzung weit über den historisch fassbaren Zeitraum des Hochmittelalters zurück. Das zeigen schon die vorrömischen und rätoromanischen Örtlichkeitsnamen, die sich in den innersten Talabschnitten, besonders im Venter Tal, häufen. Z.B. lassen sich der Hof- und Talname Leiers, der Ortsname Vent und der Hofname Tisen im Schnalstal von vorrömischen Sprachwurzeln ableiten. Rofen-Hof, oberhalb von Vent, entspricht diesem Wortstamm (rovinare = vermuren). Die Altnamen im Ventertal zeigen auch, dass die Namensgeber vom Süden über den Alpenhauptkamm kamen. So stammt z.B. der Almname „Vernagg" im Rofental, der später auf den Vernagt- Ferner übertragen wurde, von den Vernagt-Höfen im Schnalstal.

Die Fragen nach Beginn und Ausmaß des menschlichen Einflusses auf die natürliche Vegetation wurden mit Hilfe von Pollenanalyse an Moorprofilen untersucht. Häufig ist in Bodenprofilen die Holzkohle von Brandhorizonten gut erhalten. Demnach begann die Weidenutzung wahrscheinlich zwischen 4500 und 4200 v. Chr., und zwar ausgehend von den waldfreien Weideflächen oberhalb der Waldgrenze erst allmählich nach unten in den Waldgürtel vordringend. Die hierfür notwendige großflächige Brandrodung ist sicher der folgenschwerste Eingriff in den Naturhaushalt eines Gebietes mit Auswirkungen auf Wasserhaushalt, morphologische Prozesse und Lawinentätigkeit. Eine wichtige Rolle spielen hierbei auch Bergmähder, die häufig in extrem steilem Gelände bis über 2500 m in den Bereich alpiner Grasheiden reichen. Erst im Theresianischen Kataster von 1776 sind Bergmahdgebiete und -rechte im Detail ausgewiesen und zeigen, dass in der 2. Hälfte des 18. Jh. diese Nutzung voll entwickelt war. Baualteruntersuchungen an Heustadeln (im Ötztal „Piller" genannt) zeigen, dass die ältesten um 1580 errichtet wurden.


5. Naturgefahren

Das Gefahrenpotential von Felsstürzen, Muren und Überschwemmungen im äußeren Ötztal ist sehr groß und nimmt taleinwärts ab. Die Lawinengefahr nimmt aber zu. Naturgefahren schränken, wie erwähnt, den Siedlungsraum stark ein. Der Verlust von Siedlungsplätzen durch Vermurungen und Überschwemmungen erweist sich als überraschend groß. Z.B. wurden im Dorf Umhausen im 18. Jh. 67 von 124 „Feuerstellen" (54%) durch Muren zerstört. Das Dorf Östen mit 44 Feuerstellen war im 18. Jh. von 10 und im 19. Jh. von 14 schweren Vermurungen betroffen, bevor es ganz aufgegeben und verlegt wurde. Laut Bericht wurde der Weiler Moos mit 6 Häusern im Jahre 1718 buchstäblich von einer Lawine „zerblasen" und dort nicht wieder aufgebaut. Die Chroniken der Naturschadensereignisse zeigen, in welchem Ausmaß man in der Vergangenheit wegen des hohen Bevölkerungs- und Nutzungsdruckes auf gefährdeten Siedlungsplätzen baute. Deutlich wird dabei auch, dass die verbreitete Auffassung von der Zunahme der Naturkatastrophen in der Gegenwart zumindest für das Ötztal offenbar nicht gilt.


6. Aus der Chronik des Ötztales

7./6. Jahrtausend v. Chr.: Die Hochgebirgsregion im Innerötztal wird bereits vor 9000 Jahren von steinzeitlichen Jägergruppen durchstreift. Dies belegen u.a. 1993 entdeckte Funde im Rofental oberhalb von Vent.

3300 v. Chr.: „Ötzi" stirbt auf dem Tisenjoch am Ötztaler HauptkammHauptkamm.

4. Jahrtausend v.Chr.: Pollenanalysen und der Fund des „Ötzi" deuten auf die sehr frühe Nutzung des Innerötztales als Hochweide während der Jungsteinzeit.

763 – 779: Erste Urkunden über das Oberinntal. Demnach schenkt ein bayrischer Herzog dem Kloster Freising in Bayern Landgüter in mehreren Orten des Inntales.

1259: Die Ötztaler Ache wird erstmals als „fluvius dictus Ez" urkundlich erwähnt.

1285: Die Rofenhöfe werden erstmals urkundlich erwähnt.

14.Jh.: Urkunden bezeugen den Bau von Vorrichtungen zum Schutz der Siedlungen und Wälder vor Verwüstungen durch die „wilden Bergwasser" im Ötztal.

1320: Anlage eines ersten Saumweges über das Timmelsjoch.

1348: Herzog Ludwig der Brandenburger gewährt den Rofenbauern Steuerfreiheit und verschiedene Rechte (etwa Waffen zu tragen und selber Gericht zu halten).

1367: Erstmals wird im Ötztal über ein großes Schadenshochwasser berichtet.

1600: Erster historisch belegter Ausbruch des durch den Vernagtferner aufgestauten Rofener Eissees oberhalb von Vent (25.Juli). Er verwüstet Felder, Brücken und Straßen im ganzen Ötztal, das Längenfelder Becken wird überflutet.

1678: Der durch den Vernagtferner aufgestaute Eissee bricht am 16.Juli erneut aus und verwüstet Teile des Ötztales, und sogar im Inntal treten große Schäden auf.

1680: Erneuter Ausbruch des Rofener Eissees.

1683: Johann Kuen aus Längenfeld schreibt den ersten Bericht über Wasserschäden im Ötztal.

1760: Maria Theresia erneuert die Privilegien für die Rofenhöfe.

19.Jh.: Die Bevölkerung des Ötztales nimmt ständig ab und erreicht um 1900 einen Tiefstand.

1830: In Obergurgl wird der Beschluss gefasst, durch ein Heiratsverbot die Gründung weiterer Familien zu verhindern, weil die kargen landwirtschaftlichen Möglichkeiten eine Beschränkung der Bevölkerungszahl notwendig machen. Tatsächlich findet zwischen 1830 und 1850 in Obergurgl keine Trauung statt.

1892: S. Finsterwalder forscht am Vernagtferner und bedient sich als erster bei der Aufnahme des Gletschers der Photogrammetrie.

1919: Durch den Friedensvertrag von St. Germain wird erstmals in der Geschichte der Ötztaler Hauptkamm Grenze. Die Trennung Südtirols von Österreich trifft das Innerötztal, wo seit jeher enge administrative, wirtschaftliche und verwandtschaftliche Beziehungen zum Vinschgau bestehen, besonders hart.

1931: Landung des Schweizer Physikers, Stratosphären- und Tiefseeforschers Piccard auf dem Gurgler Ferner (27.Mai). Die Sensationsberichte in den Medien machen Obergurgl bekannt.

1953: Seit diesem Jahr ist die alpine Forschungsstelle Obergurgl in Betrieb.

1982: Nach rund dreijähriger Bauzeit wird das Gletscher-Schigebiet Tiefenbachferner seiner Bestimmung übergeben. Die neu eröffnete Skiarena bildet zusammen mit dem Rettenbachferner die erste Gletscher- Schischaukel Europas. Die beiden Gletscher werden durch den höchsten Straßentunnel Europas, den 1,7 km langen Tiefenbachtunnel, verbunden.

1983: Ein Felssturz von den Söldner Wänden mit etwa 150.000 m³ Gestein zerstört einen Abschnitt der Ötztal- Straße.

1987 Im August verursachten Schneeschmelze und heftige, langanhaltende Regenfälle schwere Vermurungen und Überschwemmungen. Brücken, Straßen u. Häuser werden zerstört. Das Hochwasser fordert 14 Menschenleben.

1991: Ein deutsches Urlauber-Ehepaar entdeckt am Tisenjoch (3210 m) in einer Felsmulde den „Ötzi" (19.Sept.), die berühmteste Gletscherleiche der Welt.

1993: Ein Archäologenteam aus Innsbruck entdeckt am Hohlen Stein (2050 m) oberhalb von Vent ein 5000 Jahre altes mittelsteinzeitliches Jägerlager und ein zweites am Eingang ins Rofental. Zahlreiche Feuersteinklingen beweisen, dass bereits rund 2000 Jahre vor „Ötzi" Jäger das Innerötztal aufgesucht und dabei den Alpenhauptkamm überschritten haben.

1997: Eröffnung des Ötztal-Archivs in Umhausen.

1998: "Ötzi" wird vom Innsbrucker Universitätsinstitut für Anatomie ins Archäologiemuseum Südtirol nach Bozen überführt. Etwa 60 m von der Ötzi-Fundstelle wird der Schaft eines prähistorischen Beils aus der Zeit zwischen 2700 und 2400 v. Chr. entdeckt. Der Fund gilt als weiterer Beleg für die im Hochgebirge betriebene Weidewirtschaft.

© 1999 Ida SCHWINGER, Institut für Geographie und Raumforschung, Karl-Franzens-Universität Graz