Nicolas Radulescu stammt aus einer Musikerfamilie. Neben seinem Studium der Musikwissenschaft und der Theaterwissenschaft an der Universität Wien studierte er zunächst Viola da gamba und Cembalo. Seine intensive Beschäftigung mit Alter und Neuer Musik führte ihn auch zu Meisterkursen u.a. bei Michael Radulescu und beim Hilliard Ensemble. Er ist Gründungsmitglied der musik&theatergruppe octagon und hatte mit den Ensembles the musicall humors, tientos - musica antigua und Armonico Tributo Austria zahlreiche Konzerte und Rundfunkauftritte.
Bereits während seines Dirigierstudiums an der Grazer Musikuniversität (Martin Sieghart, Wolfgang Bozic, Johannes Prinz), das er 2006 mit einstimmiger Auszeichnung abschloß, wurde er musikalischer Leiter des Orchesters Camerata Medica, Wien. Mit diesem Orchester gab er im Juni 2006 sein Debüt im Wiener Konzerthaus. Im Frühjahr 2007 übernahm Nicolas Radulescu zusätzlich die musikalische Leitung der Grazer Akademischen Philharmonie und des Grazer Universitätsorchesters.
Leonardo Vincis L'Artaserse war im Frühjahr 2007 Radulescus zweite Zusammenarbeit mit der Musikwerkstatt Wien. Am durchschlagenden Erfolg der ersten Produktion dieser Oper seit mehr als 250 Jahren war er als musikalischer Assistent, Korrepetitor, Notensetzer und musikwissenschaftlicher Berater maßgeblich beteiligt. Weitere Engagements führten ihn u.a. zum Opernfestival Mozart in Reinsberg, zum Arnhem Philharmonic Orchestra, NL, und zum Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien.
Die Höhepunkte der vergangenen Jahre waren jedoch sicherlich seine Auftritte mit dem großen Orchester der Musikuniversität im Stephaniensaal des Grazer Congresses. Dort dirigierte er Olivier Messiaens l'Ascension, Beethovens 8. Sinfonie, und, als Diplomkonzert, eine umjubelte Aufführung der Sinfonie in d-moll von César Franck. Das Echo in Presse und Rundfunk auf diese drei Auftritte war durchwegs sehr positiv.
Radulescus reges Interesse an Neuer Musik zeigt sich auch an seiner Leitung mehrerer Uraufführungen von Werken junger Komponistinnen und Komponisten.