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| Reifende Wacholderzapfen |
Wacholder wird viel in der traditionellen Küche Mitteleuropas verwendet, z.B. für die süddeutsche Spezialität Sauerkraut. Dazu wird frisch geerntetes Kraut (Weißkohl) zusammen mit Gewürzen (Wacholder, Kümmel und optional einigen Lorbeerblättern) einer Milchsäuregärung unterzogen und dadurch haltbar gemacht. Der richtige Geschmack entwickelt sich in einem Reifeprozeß, am besten im Laufe von Monaten in einem Holzfaß. Sauerkraut kann sowohl roh (z.B. als Salat) gegessen werden als auch gekocht, etwa mit Speckwürfeln als Beilage oder als Füllung für Knödel.
Das Hauptanwendungsgebiet des Wacholders liegt allerdings bei Fleischgerichten; besonders für Wild ist er unentbehrlich. Er verträgt sich gut mit Pfeffer, Majoran und Lorbeerblättern oder auch -früchten. Wacholderbeeren, die eigentlich Zapfen sind, sollten unmittelbar vor der Verwendung zerdrückt werden.
Obwohl sie für gesunde Menschen als harmlos gelten, wird von
Wacholderverwendung bei Personen mit Nierenschwäche und auch bei
Schwangeren abgeraten.


